Digitaler Behördenfunk stößt auf Widerstand

Am Mittwochabend wurde um kurz vor 19:00 Uhr im voll besuchten Wirtshaus Schroll in Nankendorf die Bürgerinitiative „Tetra-Funk freies Gebiet Waischenfeld“ gegründet. Aus Nankendorf und den umliegenden Gemeinden waren circa 80 Interessenten gekommen. Die neue Bürgerinitiative will sich nicht nur gegen den geplanten 45 Meter hohen Behördenfunkmast oberhalb vom Kirchberg zur Wehr setzen, sondern gegen die Tetra-Funktechnik generell.

Dritter Bürgermeister Kurt Neuner nahm zunächst den Waischenfelder Stadtrat in Schutz:

Da lief zuerst alles geheim ab, und wir wussten von nichts. Der Stadtrat hat auch deshalb die Errichtung beider Funkmasten einstimmig abgelehnt. Es sei eine „Sauerei“, weil laut den Behörden die Öffentlichkeit nicht informiert werden sollte und dem Stadtrat sogar empfohlen worden sei, die Bauanträge in nichtöffentlicher Sitzung zu behandeln.

Die Bürgerinitiative will nun ihre Tätigkeit auf das gesamte Waischenfelder Stadtgebiet und darüber hinaus ausweiten, da von der Strahlenbelastung besonders die Waischenfelder und die Bürger der Nachbargemeinden betroffen wären. Denn ein zweiter Mast ist auf Waischenfelder Gebiet in der Nähe von Eichenbirkig geplant. Am 27. November 2010 um 19:00 Uhr findet im Nankendorfer Schützenhaus eine Infoveranstaltung zu diesem Thema statt. Referent ist Siegfried Zwerenz vom Verein Bürgerwelle. Kurt Neuner dazu:

In Bayern setzen sich bisher über 50 Gemeinden gegen den digitalen Behördenfunk zur Wehr und leisten Widerstand.

Er fordert einen Volksentscheid wie beim Nichtraucherschutzgesetz.

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