Die Mühle und ihre Geschichte

Die Mühle in Nankendorf liegt direkt an der Wiesent und befindet sich etwa seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Familie Sebald. Beim Dachstuhlbrand im Jahr 1801 entstanden zum Glück keine größeren Schäden.

Ab den 1890er Jahren wurde die Wasserkraft auch zur Stromerzeugung als Eigenbedarf und der Ortsbeleuchtung genutzt. Bis zum Jahr 1992 wurde sie gleichzeitig als Getreidemühle verwendet. Seit dem Jahr 2004 dient sie rein der Stromerzeugung mit Einspeisung in das Stromnetz. Vom Wasserrad gelangen die Drehungen über eine Welle zum Getriebe, dass die mechanische Wasserkraft in elektrische Energie umwandelt. Die erzeugte elektrische Leistung beträgt im Durchschnitt 4 bis 5 kW.

Eindrucksvoll an der Hausecke, sind die Markierungen der am höchst gelegenen Hochwasser, welche die Mühle im Laufe ihres Daseins heimgesucht haben. Alle historischen Fotos wurden in wesentlich besserer Auflösung neu digitalisiert und überarbeitet, um so die altersbedingten Verwitterungen zu kompensieren.

Tipp: Um die Fotos in voller Auflösung zu betrachten, öffnen Sie diese bitte in einem neuen Tab bzw. Registerkarte.

Das folgende Foto zeigt die Mühle im Februar 2014 aus der Ansicht von der Hauptstraße aus:

Die Nankendorfer Mühle im Februar 2014 aus der Ansicht von der Hauptstraße

Im nächsten Foto sehen Sie die Mühle im Februar 2014 aus Ansicht vom Auberg aus:

Die Nankendorfer Mühle im Februar 2014 aus der Ansicht vom Auberg

Hier sehen Sie die Mühle im Februar 2014 aus Ansicht vom Brunnenweg aus:

Die Nankendorfer Mühle im Februar 2014 aus der Ansicht vom Brunnenweg

Sehenswert ist hier das unterschlächtige Wasserrad, eines von ehemals drei Mühlrädern hintereinander. Seit der letzten Restauration im Jahr 1972, hat das Wasserrad im August 2007 neue Schaufeln und Streben bekommen. Das folgende Foto ist vom Wasserrad aus dem Jahr 2010:

Das Wasserrad der Nankendorfer Mühle im Jahr 2010

Das nächste Foto zeigt die Mühle mit Wehr nach einem Hochwasser etwa im Jahr 1900. Auffällig ist hier, dass noch keine Bedachung für das Wasserrad vorhanden ist. Auch ist noch kein Häuschen oben links des Mühlendaches für die Getreideverarbeitung vorhanden. Für die Überquerung der Wiesent ist nur ein schmaler Steg vorhanden. Auch sind im Hintergrund die kargen Talhänge ohne Baumbepflanzung zu erkennen:

Die Nankendorfer Mühle mit Wehr nach einem Hochwasser etwa im Jahr 1900

Das nächste Foto zeigt den ehemaligen Stadel der Mühle ebenfalls etwa im Jahr 1900 in Richtung Waischenfeld an der Hauptstraße. Dieser wurde für die Getreide- und Maschinenlagerung verwendet und befindet sich noch heute an der gleichen Stelle. Sehenswert ist hier unter anderem die dampfangetriebene Getreidemaschine:

Ehemaliger Stadel der Nankendorfer Mühle etwa im Jahr 1900 in Richtung Waischenfeld an der Hauptstraße

Im folgenden Foto sehen Sie die Mühle Anfang des 20. Jahrhunderts aus Sicht des Nachbaranwesens der Familie Schwarz. Hier fließt noch der Schmierbach von Löhlitz kommend durch die Sutte an der Mühle in die Wiesent. Sehenswert ist hier die elektrische Außenbeleuchtung an der Mühle und der alte Stall auf der linken Seite:

Die Nankendorfer Mühle Anfang des 20. Jahrhunderts aus Sicht des Anwesens der Familie Schwarz

Im folgenden Foto sehen Sie ebenfalls die Mühle Anfang des 20. Jahrhunderts aus Sicht von der Hauptstraße. Sehenswert ist hier der schmale Steg zum Auberg führend, die alten Hochwassermarkierungen aus den Jahren 1900 und 1901, sowie die alte Wetterfahne hoch oben am Auberg-Felsen. Am gleichen Platz steht heute das Kreuz, welches bei Festlichkeiten, wie der Ewigen Anbetung beleuchtet wird:

Die Nankendorfer Mühle Anfang des 20. Jahrhunderts aus Sicht von der Hauptstraße

Im nächsten Foto sehen Sie die Ansicht auf das Wehr der Mühle Anfang des 20. Jahrhunderts. Hier erkennt man wesentlich mehr Gestrüb entlang der Wiesent. Die Baumbepflanzung der Talhänge ist schon wesentlich dichter als noch im Jahr 1900:

Ansicht auf das Wehr der Nankendorfer Mühle Anfang des 20. Jahrhunderts

Das nächste Foto zeigt die Mühle aus Sicht des Stegs über die Wiesent etwa im Jahr 1938. Hier ist bereits am Wasserrad eine Verstärkung der Fundamente durch Beton erfolgt und eine Bedachung angebracht worden. Auch sind die drei „Schützen“, die noch heute in der Bauart vorhanden sind, klar erkennbar:

Die Nankendorfer Mühle aus Sicht des Brunnwegs etwa im Jahr 1938

Das nächste Foto zeigt die Mühle aus Sicht des Brunnenwegs ebenfalls etwa im Jahr 1938:

Die Nankendorfer Mühle aus Sicht des Brunnwegs etwa im Jahr 1938

Besitzen Sie auch historische Fotos über Nankendorf? Wenn Sie diese mit der Öffentlichkeit hier auf Nankendorf.de teilen möchten, kontaktieren Sie uns einfach. Wir würden uns über Ihre Teilnahme freuen.

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3 Kommentare

  1. Mr. Miller
    26. März 2014 23:05

    Am besten gefällt mir das Foto mit der Dampfmaschine. Besonders wegen der abgebildeten Leute. Interessant wie man sich damals gekleidet hat. Kennt jemand einen dieser Menschen?

  2. Haversath
    04. Februar 2016 09:42

    Ist die Mühle Nankendorf noch in Betrieb? Wenn nein: Wie wird sie heute genutzt? Steht das Haus leer?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Mit bestem Dank
    Haversath

  3. 04. Februar 2016 09:48

    Hallo Haversath,
    vielen Dank für Ihr Kommentar und Interesse an dem Beitrag.
    Die Mühle dient seit dem Jahr 2004 der Stromerzeugung mit Einspeisung in das Stromnetz. Das Haus wird von der Familie Sebald weiterhin bewohnt.

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