Tetra-Funk Infoveranstaltung ohne Staatsvertreter

Die gestrige Infoveranstaltung vom Verein Bürgerwelle zum Thema Digitalen Behördenfunk im Schützenhaus in Nankendorf war sehr gut besucht. Viele besorgte Bürger aus Nankendorf, Waischenfeld und Eichenbirkig waren gekommen, um sich sachlich zu informieren.

Von der Stadt Waischenfeld waren erster Bürgermeister Pirkelmann und dritter Bürgermeister Neuner vertreten. Auch waren unter anderem Bützler von der Bürgerinitiative “Tetra-Funk freies Gebiet Waischenfeld” und Zwerenz vom Verein Bürgerwelle e.V. anwesend.

Herr Radler vom Innenministerium hatte seinen bereits angesagten Besuch unter anderem mit der Begründung abgesagt, dass er drei Wochen Zeit zur Terminvergabe benötige, um an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen.

Um 19:10 Uhr wurde die Veranstaltung mit dem Prolog vom Kai Bützler eröffnet, der einer der Gründer der Bürgerinitiative “Tetra-Funk freies Gebiet Waischenfeld” ist, wie wir berichteten.

In seiner fünfzehn Minuten langen Rede prangerte Bützler die Missstände der Informationspolitik an und forderte eine bessere, erprobte und geprüfte Technik zu installieren, als die alte Tetra-Digitalfunktechnik aus den 1980er Jahren. Die schädlichen gesundheitlichen Folgen dieser veralteten Funktechnik sind noch nicht hinreichend untersucht worden. Auch der Kostenfaktor dieser Technik habe sich in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt, so Bützler, deshalb stehe das Preis-Leistungsverhältnis in keiner Relation.

Ab 19:25 Uhr sprach erster Bürgermeister Edmund Pirkelmann, der den Standpunkt der Stadt Waischenfeld zu diesem Thema äußerte. Die Vorgaben der Regierung zur Veröffentlichung der Baupläne wurden wegen dem starken öffentlichen Interesse gelockert. Erst am 09.08.2010 wurden die Baupläne von Eichenbirkig und am 26.08.2010 die Pläne vom Nankendorfer Standort von der Betreiberfirma an die Stadt Waischenfeld eingereicht.

In den 33 Gemeinden des Landkreis Bayreuth werden in 16 Gemeinden 24 Masten errichtet, davon allein 3 im Raum Waischenfeld-Nankendorf-Eichenbirkig. Der Waischenfelder Stadtrat gab bereits im Jahr 2008 die Zustimmung zum installieren der Technik des digitalen Behördenfunk am O² Sendemast in der Nähe des Tennisplatzes.

Pirkelmann teilte die jetzige Situation in intern und extern ein:

Die interne Möglichkeit bestehe darin, dass die betroffene Gemeinde das Baugrundstück nicht zur Verfügung stellt und nur am Waischenfelder O² Sendemast der Behördenfunk angebracht wird.

Die zweite, externe Möglichkeit bestehe darin, dass sich alle betroffenen Gemeinden flächendeckend wehren, so das das Projekt nicht realisiert werden kann.

Sicher scheint jedenfalls, dass trotz des Widerstandes die Technik am Waischenfelder O² Sendemast installiert werden wird. Ebenfalls wird im Januar 2011 eine Bürgerversammlung einberufen werden, bei der so Pirkelmann, er nicht wolle, das diese als “Bürgerversammlung” bezeichnet werde, weil bei einer Bürgerversammlung die betroffenen Bürger nicht zu Wort kommen könne, und Pirkelmann als Volksvertreter die Versammlung leite.

Ab 19:50 Uhr ging Referent Siegfried Zwerenz vom im Jahr 1997 gegründeten Verein Bürgerwelle e.V. auf die einzelnen Themenbereiche, wie Netztechnik, Strahlung und Vergleich analoger und digitaler Funktechnik ein. Die gesamte Veranstaltung dauerte circa bis 22:30 Uhr.

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