Auszug der Geschlechterchronik der Mühle

Dieser Beitrag stammt von unserem ehemaligen Gastautor Georg Sebald – Nicht bloß in den alten Kirchenrechnungen, sondern auch in den Flurnamen und Hausnamen begegnen wir uralten, teils vergangenen, teils noch bestehenden Geschlechterdynastien, die Rückschlüsse auf die Erstbesiedelung und Landbesitznahme der Urroder zulassen.

Sehr früh wird auch die Mühle genannt – sie gehörte ja zur täglichen Brotversorgung. Dr. Vollmann schreibt, dass alle Flurnamen mit „Mühle“ zu den ältesten gehören. …

Der Erstmüller bändigte den Wiesentlauf zu seinem Nutzen. Durch den Damm verseichtete sich die Wiesent, so dass man ungehindert durchgehen und –fahren konnte – eine Flussfurt war‘s, die namentlich auch der Erstsiedler des Auberges zu seinem Vorteil nahm. Als sich die Einwohner mehrten und der Mühlbetrieb erweitert werden musste, auch eine stärkere Wehr war notwendig geworden, baute man über den Radabfluss einen Steg. Davon erhielt der erste Mühlbesitzer seinen Namen. „Steeger“ steht in den Rechnungen. …

Nach Steger erscheint Hans Haasen als Müller, der dann immer mehr verschuldete – ihm folgte ein Wölfel und nach ihm taucht das Geschlecht der Sebald auf – etwa 1720. Woher diese Sebald einwanderten und die Mühle kauften – evtl. in diese einheirateten, ist nicht bekannt. …

Haus Nr. 16 – die „Mahlmühle“ oder der „Inselbauer“ besaß das Ansehen aus uralter Zeit, wie aus den Kirchenrechnungen zu finden war. Die Namen Steeger – Haasen – Wölfel und Sebald wurden bereits erwähnt.  Drei Schieferdach- und drei Strohdachgebäude konnten sich im ungehemmten Baugelände ausbreiten.

Quelle: Nankendorf – Geschlechter- und Gebäudechronik

Von: Gunda Rauh (ehem. Oberlehrerin und Ehrenbürgerin von Nankendorf)

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