Kartenausschnitt von Nankendorf im 18. Jahrhundert

12. März 2012 um 07:00 | Artikel von Johannes Sebald | 2 Kommentare

Das Nankendorf, die Stadt Waischenfeld und auch die umliegenden Ortschaften schon sehr lange existieren, ist weitgehend bekannt. Leider gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen über die erste urkundliche Erwähnung von Nankendorf. Jedoch wurde die Kirche in Nankendorf aber schon in verschiedenen Dokumenten im Jahr 850 erwähnt.

Durch stöbern bin ich auf die neue Website oldmapsonline.org gestoßen. Diese beinhaltet fundiertes Kartenmaterial von ganz Europa bis ins römische Zeitalter zurück. Dabei habe ich eine Karte unserer Gegend gefunden, die aus der Zeit von 1715 bis 1724 stammt. Hier zeige ich einen Kartenausschnitt, die die Gegend Nankendorf – Waischenfeld in der Stift Bamberg (ockerfarbiger Bereich) und rechts oben Bayreuth (weißer Bereich) aufzeigt.

Sac. Rom. Imperii Principatus & Episcopatus Bambergensis Nova Tabula Geographica

Hinweis – Zum Vergrößern bitte auf die Karte klicken. Man sieht sehr schön noch die alten Ortsnamen Lanckendorff, Weischenfelt und Blankenfels. Möchten Sie diese ganze Karte betrachten, besuchen Sie mapy.mzk.cz.

Die Karte trägt folgenden Titel “Sac. Rom. Imperii Principatus & Episcopatus Bambergensis Nova Tabula Geographica” und wurde vom Autor Homann, Johann Baptist gefertigt. Er lebte von 1663 bis 1724.

weiterlesen…

Auszug der Geschlechterchronik der Mühle

18. März 2010 um 07:00 | Artikel von Georg Sebald | 0 Kommentare

Nicht bloß in den alten Kirchenrechnungen, sondern auch in den Flurnamen und Hausnamen begegnen wir uralten, teils vergangenen, teils noch bestehenden Geschlechterdynastien, die Rückschlüsse auf die Erstbesiedelung und Landbesitznahme der Urroder zulassen. …

Ansicht auf Nankendorf von der Au aus (um 1900)

Sehr früh wird auch die Mühle genannt – sie gehörte ja zur täglichen Brotversorgung. Dr. Vollmann schreibt, dass alle Flurnamen mit „Mühle” zu den ältesten gehören. …

weiterlesen…

Geschichtliches zum Gasthof Polsterbräu

06. März 2010 um 17:58 | Artikel von Johannes Sebald | 0 Kommentare

In Muggendorf sind zwar zwölf Wirthshäuser; eine übermäßige Anzahl für einen Ort, der nur in allen aus 53 Häusern besteht und keine gangbare Straße hat, und gleichwohl hatte ich mehr als einmal Verdruß, wenn ich entkräftet von meinen Bergreisen zurückkam, von einem Wirthshaus in das andere gewiesen zu werden, ohne einen Erfrischung zu erhalten.

Der Gasthof Polsterbräu Diese Klage stammt von Johann Gottfried Köppel, Kalligraph, Zeichner, Kupferstecher und Regierungskanzleiinspektor zu Ansbach, er erwanderte 1794 das „Alte Gebürg“, jene reizvolle Gegend zwischen Bayreuth, Nürnberg und Bamberg, die wegen ihrer Naturschönheit, bizarren Felsformrationen und geheimnisvollen Höhlen die Dichter und Maler der Romantik magnetisch anzog. Köppels „Verdruß“ spricht zwar gegen die Gastfreundschaft der damaligen Wirte, dafür umso mehr für ihre Braukunst. Die von ihm ersehnte „Erfrischung“ nennt man prosaisch „Bier“ und die Begründung, warum man es ihm vorenthielt, spricht für sich selbst:

weiterlesen…

Beiträge zur Geschichte der Urpfarrei Nankendorf

18. Februar 2007 um 08:39 | Artikel von Johannes Sebald | 0 Kommentare

Über Ursprung und Gründung der Pfarrei Nankendorf schweigen Urkunden und chronikalische Quellen. Deshalb konnte das Alter der Pfarrei vielfach umstritten sein. Sehen wir ab von mit solcher Bestimmtheit behaupteten, aber in den Geschichtsquellen nirgends zu findenden Jahreszahlangaben, die Kirche habe schon 850, die Pfarrei schon 987 bestanden und ziehen wir die strenge wissenschaftliche Forschung zu Rate, dann ergibt sich folgendes:

In seiner Territorienbildung am Obermain glaubte Prof. Erich Frhr. v. Guttenberq der Pfarrei Nankendorf nur ein jüngeres Bestehen zusprechen zu dürfen. Noch vorsichtiger war der katholische Kirchenhistoriker Dr. Wilhelm Deinhardt, der in seinen frühmittelalterlichen Kirchenpatrozinien. schrieb: Vermutlich sind auch die östlich der. Regnitz gelegenen Martinikirchen im heutigen Bistum Bamberg, namentlich die Jurakirchen Tiefenpölz, Hohenmirsberg, Nankendorf, Troschenreuth jüngeren Datums.

weiterlesen…