Die St. Martinus Kirche wurde 1746/48 wunderbar in die malerische landschaftliche Situation nach den Plänen von Michael Küchel durch den Waischenfelder Mauer- und Steinhauermeister Wenceslaus Schwesner eingegliedert und erbaut.
In der Waischenfelder Pfarrchronik findet sich ein Kostenvoranschlag von seiner Hand für die nach Erstellung des Rohbaues noch ausstehenden Arbeiten:
3500 Dachziegel zu decken und zu verstreichen… den Außenverputz anzubringen und zu weißen, die Gesimse, Ecklisenen, Türen und Fenster steinfarben zu streichen, die Gerüste abzunehmen, Gerüste im Langhaus und in der Sakristei einzurichten, Bögen zu machen für die Gewölbekonstruktion, die Bögen einzuschalen, zu wölben, die Bögen wieder ausschlagen, die Gewölbe glatt verputzen, ebenso die Seitenmauern, 1760 Schalensteine für die Belegung, die Fußmauern der drei Altäre aufführen, steinerne Stufen anbringen usw. Diese Maurer-, Steinhauer-, Tüncher- und Dachdeckerarbeiten werden auf 1076 Gulden veranschlagt.
