In Muggendorf sind zwar zwölf Wirthshäuser; eine übermäßige Anzahl für einen Ort, der nur in allen aus 53 Häusern besteht und keine gangbare Straße hat, und gleichwohl hatte ich mehr als einmal Verdruß, wenn ich entkräftet von meinen Bergreisen zurückkam, von einem Wirthshaus in das andere gewiesen zu werden, ohne einen Erfrischung zu erhalten.
Diese Klage stammt von Johann Gottfried Köppel, Kalligraph, Zeichner, Kupferstecher und Regierungskanzleiinspektor zu Ansbach, er erwanderte 1794 das „Alte Gebürg“, jene reizvolle Gegend zwischen Bayreuth, Nürnberg und Bamberg, die wegen ihrer Naturschönheit, bizarren Felsformrationen und geheimnisvollen Höhlen die Dichter und Maler der Romantik magnetisch anzog. Köppels „Verdruß“ spricht zwar gegen die Gastfreundschaft der damaligen Wirte, dafür umso mehr für ihre Braukunst. Die von ihm ersehnte „Erfrischung“ nennt man prosaisch „Bier“ und die Begründung, warum man es ihm vorenthielt, spricht für sich selbst:

