Die Kategorie "Kultur"

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Auszug der Geschlechterchronik der Mühle

18. März 2010 um 07:00 | Artikel von Georg Sebald | 0 Kommentare

Nicht bloß in den alten Kirchenrechnungen, sondern auch in den Flurnamen und Hausnamen begegnen wir uralten, teils vergangenen, teils noch bestehenden Geschlechterdynastien, die Rückschlüsse auf die Erstbesiedelung und Landbesitznahme der Urroder zulassen. …

Ansicht auf Nankendorf von der Au aus (um 1900)

Sehr früh wird auch die Mühle genannt – sie gehörte ja zur täglichen Brotversorgung. Dr. Vollmann schreibt, dass alle Flurnamen mit „Mühle” zu den ältesten gehören. …

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Geschichtliches zum Gasthof Polsterbräu

06. März 2010 um 17:58 | Artikel von Johannes Sebald | 0 Kommentare

In Muggendorf sind zwar zwölf Wirthshäuser; eine übermäßige Anzahl für einen Ort, der nur in allen aus 53 Häusern besteht und keine gangbare Straße hat, und gleichwohl hatte ich mehr als einmal Verdruß, wenn ich entkräftet von meinen Bergreisen zurückkam, von einem Wirthshaus in das andere gewiesen zu werden, ohne einen Erfrischung zu erhalten.

Der Gasthof Polsterbräu Diese Klage stammt von Johann Gottfried Köppel, Kalligraph, Zeichner, Kupferstecher und Regierungskanzleiinspektor zu Ansbach, er erwanderte 1794 das „Alte Gebürg“, jene reizvolle Gegend zwischen Bayreuth, Nürnberg und Bamberg, die wegen ihrer Naturschönheit, bizarren Felsformrationen und geheimnisvollen Höhlen die Dichter und Maler der Romantik magnetisch anzog. Köppels „Verdruß“ spricht zwar gegen die Gastfreundschaft der damaligen Wirte, dafür umso mehr für ihre Braukunst. Die von ihm ersehnte „Erfrischung“ nennt man prosaisch „Bier“ und die Begründung, warum man es ihm vorenthielt, spricht für sich selbst:

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Brauchtum, Sagen und Geschichten um Nankendorf, Löhlitz und Neusig

26. Februar 2007 um 13:45 | Artikel von Johannes Sebald | 0 Kommentare

Wie fremd ist den Städten das Brauchtum geworden. Nicht bloß der moderne Zeitgeist trägt die Schuld, sondern es fehlt der Rahmen für das lebendige Weben einer bodenständigen Welt, von der das Brauchtum umschlossen ist. Das Knistern im alten Gebälk des Wohnhauses, das Klirren der Ketten im Stall, das flatternde Geflügel mit dem leisen, nächtlichen Traumgesang.

Jeder Hof ist eine Welt für sich, jeder Hof eine Burg voll umsorgten Glücks. Er ist von einem Wall lauernden Unheils umgeben, das dem Besitz und allen Lebewesen darin droht. So ist es heute – so war es vor Jahrhunderten – solange eben das Bauerntum besteht. Die kraftvolle Heimatverbundenheit des Bauern mit Boden und Vieh, stand sehr im Naturgeschehen und im Anklammern an die mächtig schimmernde Gottheit.

Das geht bis ins Heidentum unserer Vorfahren zurück – beherrscht von rauher Willkür unholder Geister, wurde dann vom Mittelalter übernommen, wo gläubiges Vertrauen und hexenbesessener Aberglaube in arger Wirrnis lagen. Heute verflacht das Brauchtum in unserer neuen Zeit vor allem beim jungen Geschlecht, solange bis es in Vergessenheit gerät.

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Beiträge zur Geschichte der Urpfarrei Nankendorf

18. Februar 2007 um 08:39 | Artikel von Johannes Sebald | 0 Kommentare

Über Ursprung und Gründung der Pfarrei Nankendorf schweigen Urkunden und chronikalische Quellen. Deshalb konnte das Alter der Pfarrei vielfach umstritten sein. Sehen wir ab von mit solcher Bestimmtheit behaupteten, aber in den Geschichtsquellen nirgends zu findenden Jahreszahlangaben, die Kirche habe schon 850, die Pfarrei schon 987 bestanden und ziehen wir die strenge wissenschaftliche Forschung zu Rate, dann ergibt sich folgendes:

In seiner Territorienbildung am Obermain glaubte Prof. Erich Frhr. v. Guttenberq der Pfarrei Nankendorf nur ein jüngeres Bestehen zusprechen zu dürfen. Noch vorsichtiger war der katholische Kirchenhistoriker Dr. Wilhelm Deinhardt, der in seinen frühmittelalterlichen Kirchenpatrozinien. schrieb: Vermutlich sind auch die östlich der. Regnitz gelegenen Martinikirchen im heutigen Bistum Bamberg, namentlich die Jurakirchen Tiefenpölz, Hohenmirsberg, Nankendorf, Troschenreuth jüngeren Datums.

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