Wohl auf Grund der beglaubigten Zehentrechte nimmt v. Guttenberg an, daß die Kirche aus dem wahrscheinlichen Besitz des Königs an das Bistum Würzburq übergegangen sei. Die nächste sichere Nachricht über das Schicksal Nankendorfs steht im Bericht über die frommen Werke des hl. Otto, kurz nach seinem Tod (1139) in Bamberg zusammengestellt. Dort heißt es:
Pro barrochia, quae Namkendorf dicitur, fratribus de Sancto Gangolfo decem talenta dedit et eam episcopall ditioni donavit (= Für die Pfarrei, die Nankendorf heißt, gab er den Brüdern von St. Gangolf 10 Talente und schenkte sie an die bischöfliche Gewalt)
Diese Nachricht – die früheste Erwähnung als Pfarrei wie des Ortes überhaupt – läßt die Frage offen, wie die Pfarrei in den Besitz des um 1058 gegründeten Stifts St. Gangolf in der Theuerstadt vor Bamberg gelangt war.
