Historische Ansichten Teil 2

Im zweiten Teil der Serie „Historische Ansichten – Wie sah Nankendorf im letzten Jahrhundert aus?“ möchten wir alte Postkarten und Fotos aus einem alten Album von Konrad Sebald und Annemarie Fuhrmann zeigen. Diese wurden neu digitalisiert und überarbeitet, um so die altersbedingten Verwitterungen zu kompensieren. Einige Textpassagen stammen aus damaligen Zeitungsausschnitten.

Tipp: Um die Fotos in voller Auflösung zu betrachten, öffnen Sie diese bitte in einem neuen Tab bzw. Registerkarte.

Das erste Foto zeigt Nankendorf aus der Sicht der Hirschensprung-Felsen nach 1927. Sehenswert hier, dass es zu dieser Zeit noch keine befestigte Straße gab. Gut zu erkennen sind einige Arbeiter mit Fahrzeug, die die Felsenwand bearbeiten bzw. abtragen. Auch führt eine Stromleitung an der Straße von Nankendorf in Richtung Waischenfeld entlang.

Historische Ansichten

Im zweiten Foto sehen Sie Nankendorf nach dem Jahr 1927 aus Richtung des Dormannsberg. Sehenswert ist auch der Weg in Richtung Waischenfeld, der gerade mit Felsenabtragungen ausgebaut wird. Auch sieht man sehr deutlich die alte Hauptstraße mit alter Hauptbrücke in Richtung Löhlitz, den Schmierbach in der Sutte und ihren kleineren Stegbrücken.

Bei der Mühle ist noch kein „Dächlein“ vorhanden, es steht noch der alte Stall und es ist noch keine Garage oder dergleichen vorhanden. Auch bemerkenswert ist, dass am Kirchturm der St. Martinus Kirche keine Uhr vorhanden ist. Vermutlich deshalb, da diese für den Nachbau der beiden anderen Seiten abgenommen wurde.

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Das dritte Foto zeigt die Begehung beim Richtfest des Neubaus der Nankendorfer Schule am 05. Oktober 1963 mit Pfarrer Güthlein (zweiter von rechts) und Landrat Josef Kaiser (erster von rechts) oberhalb des Friedhof am Kirchberg. Damals verdoppelte sich die Schüleranzahl von 64 im Jahr 1960 auf 128 im Jahr 1967. Mit dem Bau des neuen Schulhauses wurde damals eine dritte Lehrerstelle eingerichtet.

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Im zweiten Foto hält der damalige 1. Bürgermeister Josef Sebald der Gemeinde Nankendorf, die Eröffnungsrede zur Einweihung der Schule am 25. Oktober 1964. Anwesend waren hier auch unter anderem aus der Pfarrei St. Martin Pfarrer Güthlein mit Ministranten und ein Großteil der Gemeindebevölkerung. An der Front der Schule sieht man noch heute das Mosaikkunstwerk des Ebermannstädter Künstlers Wendelin Kusche.

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Der Schulstand in Nankendorf hatte eine lange Tradition. In der Chronik der Schule Nankendorf wurde berichtet, dass diese nach der Verstaatlichung zwischen 1813 bis 1817 das Jakobikapellenschulhaus an der Stelle des heutigen Pfarrheims gebaut wurde. Dieses wurde 1865 und nochmals 1932 vergrößert. In den Jahren des Zweiten Weltkriegs zählte man in Nankendorf 129 Schüler, auch war dort die Berufsschule untergebracht.

Schließlich fasste der damalige Nankendorfer Gemeinderat den Beschluss ein neues Schulhaus zu bauen.

Im nächsten Foto gratuliert der damalige vertretende Schulrat Köberle (Mitte links) 1. Bürgermeister Josef Sebald (Mitte rechts) zur Einweihung. Damals bezeichnete Schulrat Köberle die Schule als „stolzes Werk“, dass zu den schönsten Schulhäusern im Landkreis zähle. Landrat Kaiser bezeichnete den Bau als „Markstein der Schulgeschichte in Nankendorf“.

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Im Juli 2003 musste die Grundschule in Nankendorf nach knapp 40-jährigem Betrieb und rund 600-jähriger Geschichte schließen. Die Schülerzahlen der damaligen Volksschule Waischenfeld war seit Jahren rückläufig.

Heute ist im ehemaligen Schulgebäude und früheren Werkraum im Erdgeschoss der Jugendtreff untergebracht. Eine Musikband nutzt im Obergeschoss die Räumlichkeiten als Proberaum. Auch ist ein Fitnessraum vorhanden.

Besitzen Sie auch historische Fotos und Informationen über Nankendorf? Wenn Sie diese mit der Öffentlichkeit hier auf Nankendorf.de teilen möchten, kontaktieren Sie uns einfach. Wir würden uns über Ihre Teilnahme freuen.

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Ein Kommentar

Wenn die Alten wüssten wie es heute dort ausschaut. Innen und außen. Keiner ist fähig seinen Dreck weg zuräumen…


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