Fliegenfischen an der Wiesent im Jahr 1773 – Teil 3

Dieser Beitrag stammt von unserem ehemaligen Gastautor Ralf Holzhäuser und ist die Fortsetzung des Artikels:

Vom Anfange des Frühjahrs an bis in den Herbst, fliegen allerley Arten von….

Schnacken, davon einige Arten die Flügel in die Höhe halten (Ephemera L.), andere aber auf dem Rücken liegen lassen (Phryganea L.), welche die Forellen und Aeschen häufig als ihre Nahrung auffangen.

Unter denselben ist die im Monat April und May fliegende Aesch-Schnake (Phryganea bicadauta L.), so am Leibe schwarzbraun, und ihre schwärzlichten Flügel auf den Rücken leget,die vorzüglichste.

Nebst dem findet man eine rothbraune Sorte, und ein mit dergleichen Extremitäten an den Flügeln, welche ihnen fast eben so angenehm sind. Diese Schnaken sucht man mit dem kleinen Sprunge nachzumachen.

Außer denselben zeigen sich auch noch allerley kleine Schnaken von verschiedener Farbe, so aber nur von Aeschen und Weisfischen in Ermangelung der erstern aufgefangen werden.

II. Das große Sprungfischen dauert nur etliche Wochen, meistens vom Anfang des Monats Junius bis in die Mitte. Zu dieser Zeit ist eine doppelte Art größerer Schnaken sehr häufig auf dem Wasser schwimmend anzutreffen.

Die erste hat einen gelben Körper, ohngefehr so groß als ein mittlerer Mehlwurm, und weißgraue Flügel mit schwarzen Pünktchen und Adern, die er auf dem Rücken empor trägt. Wenn dieser beym Aufsetzen auf das Wasser es versieht, und einen Flügel oder wohl beyde ins Wasser bringt, so kann sie sich nicht mehr heraus helfen, es sey denn, daß sie etwas festes finde, da sie sich mit den Füßen helfen kann.

Fliegenfischen an der Wiesent im Jahr 1773

Wenn eine Forelle fehl springt, und die Schnacke das erstemal nicht erreicht, so wirft sie sie doch um, daß sie nicht mehr in die Höhe kann, und erwischt sie beym zweeten Sprunge desto sicherer.

Auch vom Regen werden die Schnacken häufig in das Wasser geschlagen, mithin auch währendem Regen häufiger von den Fischen aufgefangen. Uebrigens fliegen sie, wenn sie ohne diese Hinderung auf dem Wasser fort schwimmen können, zum öftern auf, und gehen weit, bis sie sich wieder auf das Wasser setzen.

Die zwote Art (Ephemera vulgata L.) ist jener in der Größe und Gestalt ziemlich gleich, nur ist der Leib etwas bleicher und ihre Flügel haben, statt der schwarzen Adern, rothe. Diese schwimmt….

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